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Illustration: Fahrrad an einem Fahrradständer, mit einem orangefarbenen Bügelschloss angeschlossen
03.10.2026 · 2 Min. Lesezeit, Jungherz GmbH

Fahrradschloss kaufen: So schützen Sie Ihr Rad wirksam vor Diebstahl

Bügel, Falt, Kette oder Kabel: Welches Schloss passt zu Ihrem Rad, worauf es beim Abschließen ankommt und welche Unterlagen nach einem Diebstahl helfen.

Jedes Jahr werden in Deutschland viele Tausend Fahrräder gestohlen, darunter immer mehr teure E-Bikes. Ein gutes Schloss macht den Diebstahl nicht unmöglich, aber deutlich aufwendiger. Und genau darum geht es: Diebe suchen sich das Rad, das am schnellsten zu knacken ist.

Welche Schlossarten gibt es?

Bügelschlösser bestehen aus einem gehärteten Stahlbügel und sind besonders schwer aufzubrechen. Sie sind eher unhandlich, bieten aber viel Schutz für das Geld.

Faltschlösser sind aus beweglich verbundenen Stahlplatten gebaut. Sie lassen sich klein zusammenlegen, passen in eine Halterung am Rahmen und sind trotzdem flexibel beim Anschließen.

Kettenschlösser mit dicken, gehärteten Gliedern gehören zu den sichersten Schlössern, sind aber auch die schwersten. Sie eignen sich gut für Abstellplätze zu Hause oder am Arbeitsplatz.

Kabel- und Spiralschlösser sind leicht und günstig, lassen sich aber mit einfachem Werkzeug schnell durchtrennen. Sie taugen als Zweitschloss, etwa um Vorderrad oder Sattel zusätzlich zu sichern.

Rahmenschlösser blockieren das Hinterrad und sind praktisch für kurze Stopps. Allein reichen sie nicht, denn das Rad lässt sich einfach wegtragen. Kombiniert mit einem zweiten Schloss sind sie ideal.

Was sagen die Sicherheitsstufen?

Viele Hersteller geben ihren Schlössern eine Sicherheitsstufe, etwa von 1 bis 15. Diese Skalen sind nicht einheitlich: Stufe 10 des einen Herstellers ist nicht mit Stufe 10 eines anderen vergleichbar. Vergleichen Sie deshalb nur innerhalb einer Marke. Eine Faustregel aus der Praxis: Planen Sie für das Schloss rund zehn Prozent des Fahrradpreises ein. Manche Hausratversicherungen verlangen für den Fahrraddiebstahlschutz bestimmte Schlösser; ein Blick in die Bedingungen lohnt sich.

So schließen Sie richtig ab

  • Schließen Sie das Rad immer an einen fest verankerten Gegenstand an, zum Beispiel einen Fahrradbügel. Ein nur abgeschlossenes Rad lässt sich wegtragen.
  • Führen Sie das Schloss durch den Rahmen und möglichst ein Laufrad. Ein Schloss nur am Vorderrad schützt bei Schnellspannern kaum.
  • Halten Sie das Schloss vom Boden fern. Liegt es auf, können Diebe es leichter mit Hebelwerkzeug angreifen.
  • Stellen Sie das Rad an belebten, gut beleuchteten Orten ab und nachts lieber in einem abschließbaren Raum.
  • Nehmen Sie beim E-Bike Akku und Display mit, wenn das möglich ist.

Vorsorgen für den Ernstfall

Notieren Sie die Rahmennummer, bewahren Sie die Rechnung auf und machen Sie aktuelle Fotos vom Rad. Ein Fahrradpass bündelt diese Angaben. Viele Polizeidienststellen und Fahrradverbände bieten zudem eine Codierung an, die das Rad für Diebe weniger attraktiv macht. Wird das Rad doch gestohlen, erstatten Sie mit diesen Unterlagen Anzeige und melden den Schaden Ihrer Versicherung.

Unser Tipp

Zwei verschiedene Schlosstypen, etwa ein Bügel- und ein Kabelschloss, halten Diebe am längsten auf, weil sie dafür zwei verschiedene Werkzeuge brauchen.

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